Mit seiner Berufsböse bietet das Altdorfer Leibniz-Gymnasium seinen angehenden Abiturienten einen Markt der Möglichkeiten. Das Ziel: Orientierung für die Zeit nach dem Abitur.
Dazu gewann die Schule auch durch die tatkräftige Hilfe von Irmela Pöllot, Traudl Dennerlein und Martina Linke aus dem Elternbeirat insgesamt 40 Eltern und außerschulische Referenten, die in ihren Vorträgen einen lebendigen und realitätsnahen Eindruck von der Berufswelt vermittelten. „Pico-Ampere, Giga-Herz und Mega-bit – Abenteuer im Elektronikland“, „Karriere im Mittelstand: Innovativ - Interessant – Intensiv“, „Arbeiten in Brüssel –Europa als Chance!“, „Soziale Arbeit ist mehr als sozial zu sein!“ oder „Psychologin – mehr als eine durchgeknallte Seelenklempnerin“ – so und ähnlich lauteten die Vortragstitel. Neben der Darstellung der einzelnen Berufe und der Ausbildungswege kommt es der Berufsbörse vor allem darauf an, den Schülern unterschiedliche Lebensläufe zu zeigen, die sich über Ausbildung und Arbeitgeber ergeben können. Pro Nachmittag wurden in zwei Zeitschienen jeweils mehrere Vorträge gehalten; außerdem stellten sich die Referenten den Fragen der interessierten Schüler.
Das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet die Berufsbörse auch dadurch, dass im Rahmen der Seminare in der Oberstufe des G8 die Berufswahl- und die Berufsweltkompetenz der Schüler gestärkt werden soll. Aus diesem Grund ist die Studien- und Berufsorientierung zum festen Bestandteil der gymnasialen Oberstufe geworden. Dabei stehen im Zentrum des sogenannten Projektseminars der Praxisbezug und die Förderung methodischer und sozialer Kompetenzen. In der ersten Phase, der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung, erhalten die Schüler einen Überblick über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten nach dem Abitur. Dabei sollen die individuellen Fähigkeiten und Interessen der angehenden Abiturienten mit einbezogen werden. Hand in Hand mit der allgemeinen Berufs- und Studienorientierung erfolgt die Projektarbeit, bei der die Schüler durch eine gezielte Einbindung außerschulischer Projektpartner realitätsnahe Einblicke in die Arbeitswelt erhalten. Karin Hellmich, die als Beratungslehrerin die Berufsbörse organisierte, stellte fest, dass das Interesse der Altdorfer Gymnasiasten innerhalb der verschiedenen Berufsfelder Dienstleistungsberufe, soziale, technische, naturwissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Berufe recht gleichmäßig verteilt war. Die Schüler zeigten sich angetan: „Nachdem ich heute die Vorträge eines Wirtschaftsprüfers, eines Arztes und eines Ingenieurs gehört habe, weiß ich genau, was ich beruflich einmal machen möchte. Die Berufsbörse hat mir viele wichtige Infos gebracht.“ Auch die Referenten freuen sich aufs Wiederkommen im nächsten Jahr.
Am 5. Mai wird zusätzlich ein Studieninformationstag durchgeführt; dieses Jahr werden zahlreiche Hochschulen und Universitäten mit Infoständen vertreten sein. Ansonsten will das Leibniz-Gymnasium an dem bewährten Konzept aus dem Vorjahr festhalten: Vorträge durch Professoren – Vorträge durch Studenten.
Text, Foto: Christof Böhm