Home | Rundgang | Service | Login | Kontakt | Impressum | Suche

Navigation
Bibliothek

Buch des Monats

Nach der Umbauphase der Bibliothek wieder jeden Monat neu!

Gérard Alamargot et Georg Bläsi: Des voisins mystérieux

C’est un livre facile après la première année de français. C’est l’histoire de cinq jeunes, qui s’appellent Nicole, Pierre, Marc, Chantal et Steffi. Nicole et Pierre vont faire du camping avec leurs cousins Marc et Chantal.

Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermehr

Öffnet internen Link im aktuellen Fensterzur Startseite der Bibliothek

Umfrage


Öffnet internen Link im aktuellenFensterUmfrageergebnisse


Geo-Vortrag 2010

Sonne im Sommer, Schnee im Winter – ist das jetzt wirklich schon der Klimawandel? Der Geschäftsführer der Münchener Rück Stiftung, Thomas Loster, beantwortete den Kollegstufenschülern des Altdorfer Leibniz-Gymnasiums diese Frage, indem er zunächst einmal Wetterphänomene vorstellte und praktische Beispiele aus seiner Arbeit als Schadensexperte schilderte.
Dass die Natur eine große Bandbreite von Wetterphänomenen zeigt, ist jedem Laien klar. Dass wir uns bereits mitten im Klimawandel befinden, belegen aber vor allem die Statistiken. Sie zeigen den Fachleuten eine Zunahme von Überschwemmungen und Stürmen. Besonders dramatisch: Nicht nur die Anzahl der Naturkatastrophen nimmt zu, sondern auch ihre Heftigkeit. So erleben wir seit etwa zehn Jahren immer neue „Jahrhundert-Ereignisse“ wie die Elbüberschwemmung bei Dresden im August 2002 und das Hochwasser von gleich drei großen Strömen - Elbe, Oder und Donau - in nur einem Jahr. Auch die Hitzewelle im Sommer 2003, die so nur einmal in 400 Jahren auftritt, ist so ein Beispiel. Selbst vor Hurrikanen müssen wir uns in Deutschland nun fürchten: Die tropischen Stürme wandern aufgrund der Wassertemperatur-Zunahme des Atlantiks nun weiter in den Norden bis nach Europa. Hurrikan Vince zum Beispiel bewegte sich im Oktober 2005 in Richtung Spanien und Hurrikan Grace erreichte im letzten Oktober 2009 beinahe England.
Wenn man nach den Ursachen fragt, steht am Anfang als Verursacher immer der Mensch. Ab 1800 stiegen in der Folge der Industriellen Revolution die Anteile von CO2, Methan und Lachgas in der Atmosphäre schlagartig an. Bis heute führt der starke Bevölkerungszuwachs in Asien zu einem erhöhtem Ausstoß von Methan, das durch die vergrößerte Reisanbaufläche aus dessen Feuchtwiesen aufsteigt. Die erhöhte Konzentration der drei Treibhausgase sorgt für einen Temperaturanstieg, der zum Abschmelzen der Inlandeisgletscher und zur thermischen Ausdehnung führt. Daher steigt der Meeresspiegel an.
Mit Hilfe von Klimamodellen versuchen Wissenschaftler heute, Prognosen für die Klimaerwärmung in den nächsten 100 Jahren zu erstellen. Sicher ist, dass es zu einem Temperaturanstieg kommen wird.
Und welche Auswirkungen wird diese Vorhersage für uns in Bayern haben? Bis 2050 werden die Sommertemperaturen durchschnittlich um 1°C – 2°C und die Wintertemperaturen um 2°C – 3°C steigen. Die Sommer werden um 20 - 30% trockener, es fällt im Winter mehr Regen und seltener Schnee, was wiederum zu Überschwemmungen führen wird. Für Altdorf sind später beginnende, mildere Winter und eine leichte Zunahme der Niederschläge prognostiziert, zudem werden die Sommer um eine Woche länger. Thomas Loster dazu: „Kein Grund zur Freude - wir werden wegen des verfrühten Sommerbeginns häufiger gegen Mückenplagen kämpfen und die Gewitter werden an Heftigkeit gewinnen: Ein Temperaturanstieg um 1°C bewirkt ein um 10% stärkeres Gewitter“.
Wir werden absterbende Fichten durch andere Baumarten ersetzen müssen. Nicht nur neue Pflanzen, die man aus dem Süden kennt, werden sich bei uns ausbreiten, sondern auch neue Tierarten. Zum Beispiel gibt es in Mittelfranken bereits die aus südlichen Gefilden stammenden Feuerlibellen, Bienenfresser, spanische Wegschnecken und die asiatische Tigermücke, welche ansteckende Fieberkrankheiten übertragen kann. Also können Malariafälle auftreten, auch wenn eine flächenhafte Ausbreitung in den nächsten Jahrzehnten wenig wahrscheinlich ist.
Ob diese Prognosen im Jahr 2050 auch eintreffen werden, hängt sehr von unserem Verhalten heute ab. Sehr eindringlich mahnte Thomas Loster, dass wir alle jetzt handeln müssen - sowohl der Einzelne im privaten Bereich als auch Politiker durch Weichenstellungen zur Förderung klimaerhaltender Maßnahmen – und natürlich auch die Schüler des Leibniz-Gymnasiums. Dass Losters Botschaft nachdenklich stimmte, zeigte sich nicht zuletzt in den interessierten Nachfragen vieler Kollegstufen-Schüler. Sie hatten sich – Ironie des Schicksals – auf den Vortrag schon im Januar gefreut, doch Thomes Loster konnte damals wegen der seit Jahrzehnten stärksten Schneefälle nicht nach Altdorf ans Leibniz-Gymnasium durchkommen.

Text: Christof Böhm

 


Zuletzt geändert am 21.01.2012 
News
Termine 2011/12...
03.02.2012
 
Seit September 2011 ist das Altdorfer Leibniz-Gymnasium um e...
31.01.2012
 
...
29.01.2012
 
München, 24. Januar&nbs...
29.01.2012
 
Infoabend für die Eltern der ...
26.01.2012
 

Aktuelle Termine
    
Februar 2012
MDMDFSS
  0102030405
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 1819
20212223 24 2526
27 28 29     
Aktuelle Drei-Wochen-Übersicht
Zuletzt geändert

Webdesign by 24-design.de