Infos für künftige Studiosi
Zweiter Studieninformationstag am Leibniz-Gymnasium ALTDORF
Ein Hauch von universitärem Hörsaal-Flair war am Leibniz- Gymnasium zu spüren, als am Studieninformationstag die Schüler der neuen Qualifizierungsstufen durch Professoren und Studierende verschiedener Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen aus erster Hand informiert wurden. Es handelte sich um die zweite Veranstaltung dieser Art für die künftigen Gymnasialabsolventen, der von Beratungslehrerin Karin Hellmich organisiert wurde. Dass in diesem Jahr noch mehr Referenten und Ansprechpartner für die künftigen Studenten gefunden wurden, war Prof. H. Fischer vom Elternbeirat zu verdanken, der durch seine Kontakte dafür sorgte, dass die Schüler und Schülerinnen bei der Veranstaltung mit einem umfassenden Angebot an Informationen versorgt wurden.
Der Nachmittag, dessen Besuch für die Gymnasiasten der Q11 Pflicht war, gliederte sich in drei Module: Zunächst gab es Vorträge durch Professoren von Hochschulen, danach durch Professoren von Universitäten und im Anschluss Referate von Studentinnen und Studenten. Auch Vertreter der Zentralen Studienberatungen der drei Hochschulen Nürnberg, Ansbach und Amberg-Weiden sowie der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Bayreuth, Regensburg und Würzburg klärten über Ablauf und Berufschancen auf. Studium an einer wissenschaftlichen Uni oder doch das duale System? Wer sich mit 17, 18 Jahren noch nicht darüber im klaren war, wie es nach dem Abitur weitergehen soll, der hatte die Gelegenheit, an diesem Tag Informationen über mehrere Fachrichtungen an unterschiedlichen Ausbildungsinstitutionen zu sammeln.
Nach allen drei Vortragsblöcken schloss sich eine Fragerunde an. Dabei wurden grundsätzliche Fragen gestellt, etwa danach, wie sich das Studium aufbaut, was hinter den Bezeichnungen für die verschiedenen Veranstaltungsarten steckt oder wie sich eine wissenschafts- und forschungsorientierte Hochschulausbildung von einer eher praxisbezogenen unterscheidet. Aber auch ganz individuelle Fragen der geplanten Studienlaufbahn konnten dort gestellt werden, wo sie am kompetentesten beantwortet wurden. Diese Gelegenheit nutzten die Schüler denn auch weidlich, die sich in den Veranstaltungsaulen drängten, was vermutlich auch der Tatsache zu verdanken war, dass es sich bei diesem hochkarätigen Info- Tag nicht um eine freiwillige Veranstaltung handelte. Natürlich warben die Dozenten für ihre jeweilige Einrichtung, im Vordergrund stand aber die objektive Information der jungen Leute.
Insofern unterschied sich der Studieninformationstag deutlich von den anders strukturierten Berufsbörsen, bei denen es eher um Anwerbung durch einzelne Firmen und Behörden geht. Schulleitung, Beratungslehrerin und Elternbeirat wiesen in einem Schreiben an die betroffenen Schüler darauf hin, dass eine derartig hochkarätig besetzte und breit angelegte Veranstaltung direkt vor Ort von kaum einer anderen Schule geboten werden kann. Karin Hellmich hält es für außerordentlich wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler sich auch über das auf den ersten Blick kaum überschaubare Angebot neuerer Studiengänge und Berufsbilder einen Überblick verschaffen, zumal neben den klassischen Studienfächern der vergangenen Jahrzehnte immer weitere zusätzliche Studienangebote geschaffen werden, die sich an der Entwicklung von Wirtschaft und Technik orientieren.
GISA SPANDLER