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Buch des MonatsNach der Umbauphase der Bibliothek wieder jeden Monat neu!![]() Gérard Alamargot et Georg Bläsi: Des voisins mystérieuxC’est un livre facile après la première année de français. C’est l’histoire de cinq jeunes, qui s’appellent Nicole, Pierre, Marc, Chantal et Steffi. Nicole et Pierre vont faire du camping avec leurs cousins Marc et Chantal.
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Oberstudiendirektor Karlheinz Graß geht in den Ruhestand![]() Oberstudiendirektor Karlheinz Graß, Schulleiter des Leibniz-Gymnasiums Altdorf, geht mit Ablauf des Schuljahres 2009/2010 in den Ruhestand. Natürlich in den wohlverdienten Ruhestand, wie es die Floskel will und wie es – besonders bei Karlheinz Graß – selbstverständlich auch richtig ist. Und dennoch: Für uns, die zurückbleiben, stellt sich der Vorgang ein bisschen anders dar: Sein Ausscheiden ist für uns mit Wehmut verbunden. Der Kapitän verlässt die Brücke seines Schiffes, des Leibniz-Gymnasiums (die Schule Nr. „1“ in Bayern), das er lange Jahre umsichtig, behutsam und dennoch stets zielstrebig gesteuert hat – und dies nicht nur bei ruhiger See, sondern auch bei heftigem Gegenwind, rauer See und vorbei an Klippen und über Untiefen hinweg. Das ist kein einfacher Wechsel! Denn das Leibniz-Gymnasium ist nicht irgendein Schiff, es war und ist – um in der angestrengten Metaphorik zu bleiben – ein Supertanker (130 Lehrer, 1450 Schüler), mit allen navigatorischen, logistischen und humanen Konsequenzen eines solchen Gefährts. Was ein Supertanker nicht kann und auch nicht soll, das ist schnelles Manövrieren im Zick-Zack-Kurs wie ein Zerstörer. Auch wenn das immer wieder manche Interessengruppen erwarten. Aber das geht nicht – die Risiken für Mannschaft, Passagiere und Schiff wären zu hoch. Niemand wusste das besser als Karlheinz Graß, der mit sicherem Augenmaß, Sachverstand, viel Fingerspitzengefühl und enormem Arbeitseinsatz die Geschicke und Entwicklungspotenziale seines Leibniz-Gymnasiums im Auge behielt. Er wusste immer genau, was er tat und für wen er es tat. So war es für ihn scheinbar spielerisch leicht, Schulentwicklung, das Gleichgewicht aus Innovation und Bewahren, mit langem Atem voranzutreiben, den ohnehin guten Ruf des ‚Leibniz‘ stetig zu steigern, wie ein Blick auf die Kurve der Schülerzahl zeigt. Und bei all diesen Prozessen, Umbrüchen, Neuerungen und Veränderungen verlor er nie die Bodenhaftung: Er kannte seine Schule genau, seine Schüler, seine Eltern, seine Kollegen, alle Mitarbeiter im Haus (Sekretariat, Hausdienst etc.), die Mitarbeiter im Direktorat und seinen Stellvertreter. Und weil er dieses komplexe Vektorensystem beherrschte und stets auch behutsam berücksichtigte, leistete er zum Wohle der gesamten Schulfamilie immer hervorragende Arbeit. Karlheinz Graß ist einerseits geprägt von einem außergewöhnlichen, protestantischen Arbeitsethos und andererseits von Offenheit, ideenreicher Kreativität, Spontaneität und Humor. Für eine Schule ein Segen ist wohl, dass sich bei ihm stets Weitblick und Vision an sorgfältiger Analyse und ehrlicher Beurteilung der oft insuffizienten und schwierigen Realität des Gymnasiums (im Strudel der sich immer schneller drehenden Veränderungsspirale der Bildungspolitik) bewähren und messen lassen konnten. Unser Chef war unter diesen Voraussetzungen in der Lage, das Leibniz-Gymnasium zu einem Beispiel didaktischer und moderner medialer Schulentwicklung zu machen und dies bei fortbestehender sozialer Qualität: Menschlichkeit, Miteinander, Kooperation, Integration, Weltoffenheit und Beweglichkeit sind nicht nur Worthülsen in einer schnell skizzierten Schulvereinbarung, sondern alltägliche Elemente des humanen Lernens an unserer Schule. Welche Metaphern könnten noch die erfolgreichen 13 Jahre des Leibniz-Gymnasiums unter der Ägide unseres Schulleiters treffend beschreiben? Immer wieder drängt sich eine der zentralen Maximen der Weimarer Klassik auf. Freiheit entsteht nur da, wo Grenzen gezogen werden, die auch - nach innen und außen - akzeptiert werden. Ohne diese Grenzziehung sah Friedrich Schiller nur Anarchie und Unordnung, systembedrohende Kräfte. Aber nochmals: Innerhalb jener Grenzen herrscht ein hohes Maß an Freiheit. So in etwa könnte man den Führungsstil von Karlheinz Graß beschreiben. Das Leibniz-Gymnasium hat sich unter seiner Führung zu einem kreativen, gut funktionierenden Gemeinwesen entwickelt. Trotz seiner schieren Größe blieb es daher stets ein Ort, an dem sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, „Ehemalige“ und viele Eltern immer wieder gerne und oft freiwillig trafen und gemeinsam die Schule in einen Lebensraum transformierten: Schulfeste, Sportfeste, Aktionstage, Schulhausgestaltung … Natürlich auch immer ein bisschen französischer Existentialismus Camusscher Provenienz: „Die Würde des Trotzdem“. Die Dinge immer wieder tun, auch wenn der Erfolg, die Veränderung wenig wahrscheinlich ist … Karlheinz Graß wurde am 18. Januar 1948 in Maroldsweisach, Landkreis Haßberge geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in seinem Heimatort und in Nürnberg (Bismarckschule), trat er im September 1958 in das Hans-Sachs-Gymnasium ein und legte dort sein Abitur 1967 ab. Ein interessantes und für ihn wiederum symptomatisches Zwischenspiel: Der Gebirgsjäger Graß weigerte sich – obwohl eben erst in Bad Reichenhall eingezogen – erfolgreich, den Dienst an der Waffe zu verrichten und war daher während seiner Wehrpflicht meist damit beschäftigt, Waffen nicht abzufeuern, sondern zu putzen. Kommentar seines Vorgesetzen: „Wenn er [der Kanonier Graß] sich ungerecht behandelt fühlt, neigt er zum Widerspruch!“ Danach zog ihn das Studium nach Erlangen an die Friedrich-Alexander-Universität, wo er die Fächer Mathematik und Physik belegte. Nach Abschluss des wissenschaftlichen Teils seines Studiums im Jahre 1974 ging er nach Nürnberg an das Dürer-Gymnasium (1974-76), wo er sein Referendariat absolvierte. Im Jahre 1976 legte er hier den zweiten Teil der Staatsprüfung ab. Wie es in der Behördensprache so schön heißt, wurde Herr Graß mit Wirkung vom 14. September 1976 dem Wolfram von Eschenbach-Gymnasium zur Dienstleistung zugewiesen. Doch bereits nach einem Jahr kehrte er an das Dürer-Gymnasium zurück. Dort hat Karlheinz Graß sich sehr schnell ein hohes Maß an Achtung und Beliebtheit erarbeitet – und das sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Kolleginnen und Kollegen. Die Schüler achteten ihn als menschlichen, engagierten Lehrer, der stets für sie erreichbar war. Darüber hinaus hatte er die (seltene?) Gabe, seine so sperrigen, aber eben auch so wichtigen Fächer lebendig und anschaulich zu vermitteln. Schon bald war er am Dürer-Gymnasium mit weiterführenden Aufgaben betraut. Hervorzuheben sind hierbei seine federführende Arbeit zur Integration türkischer Schüler (damals eine Pionierarbeit!) und seine langjährige Arbeit im Personalrat (als Personalratsvorsitzender) des Dürer-Gymnasiums. Gerade in dieser Funktion entfaltete Karlheinz Graß ein hohes Maß an Wirkung: klare und beharrende Unterstützung des Kollegiums bei einem hohen Maß an Kooperation mit der Schulleitung, aber auch humorvolle Abschiedsreden und legendäre Feste. Bereits im Februar 1978 erfolgte die Beförderung zum Oberstudienrat und Herr Graß war schnell Fachbetreuer für Physik und bald auch für die Erstellung der Stundenpläne zuständig. Studiendirektor wurde er im Jahre 1991. Nahezu vorprogrammiert, dass ein solcher Lehrer bald auch Führungsaufgaben, sprich, eine Schulleitung, wahrnehmen möchte/würde. Am 12. Februar 1997 wurde Karlheinz Graß in das verantwortungsvolle Amt des Schulleiters am Leibniz-Gymnasium berufen. Eine neue Schule, ein neues Kollegium, neue Schüler. Sicher waren die ersten Jahre – wie für jeden neuen Schulleiter - nicht leicht, aber auch am ‚Leibniz‘ hatte Karlheinz Graß durch seine Geradlinigkeit, seine Beharrlichkeit und seinen Humor bald die gesamte Schulfamilie von seiner Vorstellung von Schule überzeugt. Ein Meilenstein in der Karriere unseres Chefs (und in der Entwicklung des Leibniz-Gymnasiums) war sicher die Etablierung eines Pädagogischen Studienseminars zur berufspraktischen Ausbildung der Referendare nach dem ersten Staatsexamen. Aber das sind ja eher äußere Markierungen einer Schulentwicklung. Viel wichtiger war die innere Evolution der Schule. Hier können nur einige Stichpunkte stellvertretend für einen fruchtbaren Erziehungsprozess stehen: Freiarbeit, Teamarbeit, Schulentwicklungsteam, Schulvereinbarung, schulinterne Lehrerfortbildungen, Methodentraining, Sicherheitskonzepte, Streitschlichter, Schüleraustauschprogramme mit Frankreich, der Schweiz, England, Amerika und Spanien. Dass das Leibniz-Gymnasium immer auch auf neueste Strömungen und Entwicklungen unserer schnelllebigen Gesellschaft reagiert hat, ohne Überreaktion zu zeigen, lässt sich an vier weiteren Besonderheiten aufzeigen: Relativ früh hat sich unsere Schule China gegenüber geöffnet und unterhält nun schon seit Jahren einen spannenden und für beide Seiten sehr fruchtbaren Schüleraustausch mit der neuen Supermacht des globalen Wettbewerbs. Ob in diesem Kontext auch ein Sprachunterricht (spätbeginnend) Chinesisch am Leibniz-Gymnasium eingeführt werden kann, muss die Zukunft weisen. Die zweite Besonderheit unseres Gymnasiums dürfte seine moderne mediale Ausstattung sein. Neben den drei Computerräumen (die mittlerweile ja Standard an bayerischen Gymnasien sind), können unsere Lehrkräfte auf ca. zwei Dutzend mobile Laptop-Beamer-Einheiten zurückgreifen, die einen modernen und effektiven Unterricht in allen Klassenzimmern ermöglichen. Das ist, auch heute noch, wie unsere Referendare immer wieder berichten, eher die Ausnahme in Bayern. Dass wir vor diesem Hintergrund oft als ‚Laptop-Schule‘ bezeichnet werden, nehmen wir als Kompliment! Drittens hat das Leibniz-Gymnasium die langwierige und schwierige Diskussion „Sponsoring an der Schule“, „Schule und Wirtschaft“ genau verfolgt und unser Chef hat im richtigen Moment – und mit viel Verhandlungsgeschick – Siemens als externen Partner für das Leibniz-Gymnasium gewinnen können. Als Partnerschule des Weltkonzerns mit Sitz in Erlangen genießen wir so manche Privilegien. Beispielsweise ist deshalb in unserem Schulhaus nahezu von jedem Klassenzimmer aus das Internet nutz- und empfangbar. Als vierte Besonderheit ist der Kooperationsvertrag mit der Ohm-Hochschule zu nennen. In diesem Zusammenhang werden die Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums zu Workshops und anderen Aktivitäten an die Hochschule eingeladen, um speziell Mädchen für naturwissenschaftliche Berufe zu interessieren. Wachstum ist immer erfreulich, bringt aber auch immer wieder neue Probleme und Aufgaben mit sich. Da das Leibniz-Gymnasium immer zu eng (Raumnot!) war, gehörten die Erweiterungsbauten und deren logistische und pädagogische In-Wert-Setzung beinahe zum täglichen Brot des Schulleiters. Auch auf diesem Gebiet hinterlässt Karlheinz Graß seiner Nachfolgerin ein wohlbestelltes Feld. Allerdings hatte unser Schulleiter in seiner langen und fruchtbaren Arbeit am Leibniz-Gymnasium auch schwere menschliche Prüfungen zu bestehen, die ihn sicherlich viel Kraft gekostet haben. Der Freitod mehrerer Schüler musste innerhalb der Schulfamilie durchlitten und verarbeitet werden. Auch dass im September 2008 unser von uns allen geliebter Kollege, Volker Haas, mitten im Dienst verstarb, war für alle ein unbeschreiblicher Schock. Obwohl Karlheinz Graß zuvor selbst schwer erkrankt war, hat er in dieser Krise mit Rat und Tat ein überzeugendes menschliches Vorbild für die Schulfamilie geliefert. Dass unser Chef nach längerer Erkrankung wieder zu gewohnter Kraft, Konzentration und Elan zurückgefunden hat und bis heute die Geschicke unserer Schule lenkt, zeichnet ihn aus und ist einmal mehr Beleg für sein Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein. Mit Ablauf dieses Schuljahres gibt er nun den Stab weiter, Frau StDin Regina Fleischer vom Willstätter-Gymnasium in Nürnberg wird mit Wirkung vom 01.08.2010 die Schulleitung übernehmen. Wir - Schüler, Eltern, Kollegium und Schulleitung - wünschen unserem scheidenden Chef in freundschaftlicher Verbundenheit alles erdenklich Gute. Möge er bei bester Gesundheit all das genießen, was in den langen Jahren der dienstlichen Erfüllung nur für die freien Tage reserviert war: Familie, Hobbies, Reisen (mit dem Wohnwagen?), Schmidtstadt und all das, was schon lange wartet. Wir danken dir für deinen Einsatz und für deine menschliche und freundschaftliche Art der Schulleitung. Dr. Martin Braun, stellvertretender Schulleiter
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