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Freiwilliges Soziales Schuljahr

Engagement ist gefragt

Auch du möchtest dich ehrenamtlich für deine Mitmenschen engagieren? –

Dann ist ein Freiwilliges Soziales Schuljahr (FSSJ) genau das richtige für dich!

Bereits seit dem Schuljahr 2011/12 nehmen jedes Jahr knapp 30 Schülerinnen und Schüler des Leibniz die Chance wahr, sich in ihrer Freizeit im Rahmen eines „Freiwilligen Sozialen Schuljahres“ FSSJ ehrenamtlich für Mitmenschen ganz unterschiedlicher Altersklassen zu engagieren.

Dazu kooperiert unsere Schule mit dem Mehrgenerationenhaus Nürnberger Land (Röthenbach). Dort unterstützt Regina Triebs die TeilnehmerInnen, geeignete Stellen zu finden, so weit sie nicht bereits selbst Kontakte zu Einrichtungen oder Vereinen geknüpft haben. Des Weiteren betreut die Sozialpädagogin die Jugendlichen während des Schuljahres, regt zum Erfahrungsaustausch an und ist bei Bedarf zusammen mit Fr. Hellmich Ansprechpartnerin bei evtl. auftretenden Schwierigkeiten.

 

Erfreulicherweise erprobten sich auch im aktuellen Schuljahr wieder über 25 Jugendliche aus den Jgst. 9 – 12 im Rahmen eines FSSJ:

Während des Schuljahres brachten sie sich in ihrer Freizeit ca. 2 Std. wöchentlich bzw. in zeitlichen Blöcken am Wochenende und / oder während der Ferien in einer sozialen Einrichtung (z.B. Kinderbetreuung, Altenheim, Unterstützung Behinderter), in einem Verein (z.B. Sport, kirchliche Jugendarbeit, Feuerwehr) oder in einer weiteren Einrichtung (z.B. Offene Ganztagesschule OGS am Leibniz, Tierpflege, Bücherei, “Tafel“) aktiv ein.

Die beteiligten Schülerinnen und Schüler übernehmen so soziale Mitverantwortung in der und für die Gesellschaft – da sie ehrenamtlich tätig sind, erhalten sie keine Bezahlung, können sich aber des Dankes und der Wertschätzung der Menschen, die sie unterstützen, sicher sein. Gleichzeitig lernen sie an sich selbst neue Stärken und Fähigkeiten kennen, sie entwickeln sich in ihrer Persönlichkeit weiter. Nicht wenige gewinnen auch wichtige berufliche Impulse.

 

Am Ende des Schuljahres nahmen die engagierten Absolventen – sofern sie mindestens 80 Stunden Einsatz vorweisen konnten – aus Frau Dr. Seutters Händen stolz ein „Zeugnis für Freiwilliges Soziales Engagement“ in Empfang, welches ihnen bei künftigen Bewerbungen durchaus Vorteile verschaffen kann: das Zertifikat wird von Hochschulen und Arbeitgebern sehr geschätzt. Beurteilt werden hier nicht nur Interesse und Engagement des Einzelnen, sondern auch die heute immer wichtiger werdenden sog. „soft skills“ – soziale Kompetenzen wie Höflichkeit, Empathiefähigkeit, Engagement und Eigenverantwortung sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Nicht zuletzt stellen die im Rahmen eines FSSJ gesammelten Erfahrungen und gewonnenen Kompetenzen gepaart mit einem positiveren Selbstbild einen Motivationsschub dar, der hilft, neue Kräfte auch für das innerschulische Engagement zu mobilisieren.

 

Alle Schülerinnen und Schüler, die nun neugierig geworden sind und sich angesprochen fühlen, können sich in einer Infoveranstaltung zu Beginn des kommenden Schuljahres nochmals ausführlich über die Rahmenbedingungen eines FSSJ informieren; das Einladungsschreiben dazu wird kurz nach Schuljahresbeginn verschickt.

 

 

Karin Hellmich, Beratungslehrerin;

schulinterne Koordinatorin des FSS

 

Erfahrungsberichte

CVJM

Hippotherapie

Stadtbücherei

FSSJ beim CVJM Altdorf

 

Mein FSSJ absolvierte ich beim CVJM Altdorf. Hierbei lag mir die Kinder- und Jugendarbeit am Herzen.

Ich durfte zum einen bei verschiedenen Projekten mit Kindern im Alter von 6 – 11 Jahren mitwirken und die Projektleitung unterstützen. Zu einem gelungenen Projekt gehört immer auch einiges an Vorbereitung, was meistens in einem Vorbereitungstreffen organisiert wird. Ein solches Projekt kann ganz unterschiedlich aussehen. Beispielsweise durften die Kinder beim Weihnachtszauberprojekt an verschiedenen Stationen Unterschiedliches basteln. So entstanden Christbaumkugeln, Weihnachtsbäume, Karten,…

Auch beim Altdorfer Ferienprogramm im Sommer war der CVJM vertreten. Hier war ich ein Mitwirkender beim Geländespiel. Ich wirkte als „Bösewicht“ mit, der alle verschiedenen Teilnehmer fing und danach „ausbeutete“ und so kam es nicht selten zu Ausrufen der siegeswilligen und aktiven Kinder wie: „Hilfe, der Michi kommt!“, oder „Nein, nicht schon wieder!“ Kurz danach, als ich jedem Teilnehmer ein Getränk und ein Eis überreichte, war ich aber schon wieder „der Liebe“ und durfte mir viele Erzählungen von aufgeregten Kindern anhören, wie: „Das war so cool, als du mich nicht gekriegt hast“, oder „Wir haben uns so gefreut, dass du unser Versteck nicht gesehen hast!“

Ein Projekt, bei dem ich nicht direkt mit Kindern zu tun hatte, war die vom CVJM Altdorf alljährig stattfindende Christbaumaktion, bei der von uns ausgediente Christbäume in Altdorf eingesammelt wurden. Meistens bekamen wir als Gegenleistung eine kleine Spende, durch welche es dem CVJM stark erleichtert wird, Kinderprojekte und auch Kinderfreizeiten kostengünstiger anzubieten.

Ich selbst bin schon seit vielen Jahren begeisterter Teilnehmer an den Freizeiten des CVJM Altdorf und so habe ich mich nun dazu entschlossen, die „Rollen“ zu tauschen und bei der diesjährigen Piratenfreizeit für Kinder im Alter von 7 bis 9 Jahren als Betreuer die Freizeitleitung zu unterstützen. Auf dieses Abenteuer freue ich mich schon jetzt. Bereits im Frühjahr fanden schon die ersten Vorbereitungstreffen statt.

Alles in Allem kann ich jedem empfehlen, mal ein FSSJ zu machen, egal in welcher Einrichtung, da man sehr viele wichtige Erfahrungen machen und sich selbst weiterentwickeln kann. Beim CVJM war der große Vorteil für mich, dass ich nicht jede Woche zu einer bestimmten Zeit gebunden war, sondern dass ich selbst entscheiden konnte, wo ich mitwirken möchte – je nachdem, wann ich gut Zeit hatte und ob mich das Projekt selbst sehr interessiert.

 

Michael Franz, 9B

 

 

 

 

 

FSSJ bei „Heilpädagogisches Reiten und Hippotherapie in Kettenbach“

 

Du denkst, die Möglichkeit eine ehrenamtliche Tätigkeit zu absolvieren, hast du erst nach der Schule? Du denkst außerdem, das bringt dir keinen Vorteil und zwingt dich nur, wertvolle Freizeit zu opfern? Beides muss ich verneinen! Das Freiwillige Soziale Schuljahr bietet eine ausgezeichnete Chance, sich sozial zu engagieren und dabei sogar Spaß zu haben.

 

Ich zum Beispiel habe die Gelegenheit ergriffen und mein FSSJ mit meinem Hobby verbunden. Da ich seit meinem Kindesalter selbst reite und mir die Arbeit mit Pferden sehr gut gefällt, lag es nahe, beim „Heilpädagogischen Reiten und Hippotherapie in Kettenbach“ nachzufragen.

Dieser Hof bietet Menschen mit oder ohne Behinderung unter warmherziger und professioneller Betreuung von zwei ausgebildeten Reitpädagoginnen, den Umgang mit fünf speziell geschulten Pferden zu erlernen und so ihre körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten auszubauen. Der Hof wird geleitet von Andrea Karg. Sie ist seit 1991 ausgebildete Reitpädagogin SV-HPR und hat sich 1997 im Bereich des Heilpädagogischen Reitens selbstständig gemacht.

 

Ich selbst habe jeden Freitagnachmittag und nach einem halben Jahr zusätzlich Dienstagnachmittag am Hof mitgeholfen. Zu Beginn jeden Nachmittags bestanden meine Aufgaben darin, den Hof zu kehren und anschließend die Pferde für die Therapieeinheiten vorzubereiten. Da die Kinder ihre „Lieblingspferde“ hatten, für die sie sich immer entschieden, wusste ich, welche Pferde ich vorbereiten musste. Ich striegelte diese und stattete sie mit Halfter, Führstrick, Gurt und Decke aus, damit die Kinder sie anschließend nur noch freudig begrüßen mussten. Während der Einheiten führte ich die Pferde, damit Andrea den Sitz der Kinder prüfen oder besonders Bewegungseingeschränkten Halt und Sicherheit geben konnte. Außerdem half ich den Kindern beim Bewältigen von Aufgaben, die sie körperlich und kognitiv förderten.

Ich betreute freitags einen 8-jährigen Jungen, der unter einer beginnenden Rückgratverkrümmung leidet. Mit ihm gestalteten wir den Unterricht meist mit Aufgaben, die gleichzeitig sein Gedächtnis förderten und ihn auf dem Pferd ununterbrochen bewegen ließen. Zusätzlich bauten wir einige Geschwindigkeits- und Richtungsänderungen in die Reitstunde mit ein, die seine Muskeln intuitiv zum Arbeiten brachten. Der zweite Junge, der uns immer am Freitag besuchte, ist Autist. Durch seine Erkrankung hat er massive Probleme im sozialen Umgang und in der Kommunikation mit anderen Menschen. Mit ihm unternahmen wir meistens kleine Ausritte durch den Ort und versuchten, verbal Kontakt aufzunehmen. Auch durch die Interaktion mit dem Pferd verbesserte sich seine Fähigkeit, mit seinem sozialen Umfeld in Kontakt zu treten.

 

Ich habe während meines FSSJ viele positive Erfahrungen gemacht. So konnte ich miterleben, wie ein schüchterner Junge auf dem Pferd an Selbstbewusstsein gewonnen hat oder wie sich bei körperlichen Beeinträchtigungen die motorischen Fähigkeiten von Stunde zu Stunde sichtlich verbesserten.

Ich selbst habe gelernt, geduldiger zu werden. Der Umgang mit den Pferden und das Zusehen dabei, wie die beiden Jungen stetig Fortschritte machten, haben mir viele schöne Momente bereitet. Ich habe es rückblickend keine Sekunde bereut, einen Teil meiner Freizeit dafür aufgewendet zu haben und kann es jedem wärmstens weiterempfehlen, selbst ein FSSJ zu absolvieren!

 

Nele Neumeyer, 10D

 

 

 

 

 

FSSJ in der Stadtbücherei Altdorf

 

Im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Schuljahr verbrachte ich dieses Jahr jeden Donnerstag meinen Nachmittag für zwei Stunden in der Stadtbücherei Altdorf. Seit zehn Jahren besuche ich diese regelmäßig als Kundin und freute mich jedes Mal auf die gemütliche Atmosphäre, die in der Bibliothek herrscht. Deshalb entschied ich mich am Anfang des Schuljahrs auch dazu, dort mein FSSJ zu absolvieren.

Es war für mich eine aufregende Erfahrung, als ich das erste Mal hinter die Theke durfte und nun alles aus einer anderen Perspektive sah! Ich lernte, wie viel Arbeit dahintersteckt, bis jedes einzelne Buch fertig im Regal steht. Dabei übernahm ich die Aufgabe, die Rückenschilder der Bücher auszudrucken und diese auf den Bücherrücken zu befestigen. Zudem versah ich Bücher, DVDs und CDs mit Sicherungsetiketten und wechselte beschädigte CD-Hüllen aus. Natürlich half ich auch an der Theke und entlieh Medien, nahm sie entgegen und räumte sie ein. Außerdem sortierte ich veraltete Bücher aus und dekorierte die Tische nach aktuellen Themen.

Während meiner Zeit in der Bücherei standen mir die Bibliothekarinnen stets offen und freundlich zur Seite und erläuterten mir alles genau. Ich würde jedem ein FSSJ nahelegen, da ich zum Beispiel durch die „Arbeit“ meine Kontaktfähigkeit ausbauen konnte und meine anfängliche Unsicherheit nach und nach verschwand. Außerdem lernte ich, mein Zeitmanagement zu verbessern, sodass auch allgemein genügend Zeit für Schule und andere Freizeitaktivitäten blieben. Mir wurde durch das FSSJ die Chance gegeben, mich in der Öffentlichkeit zu engagieren und Verantwortung zu tragen. Ich sah die Stunden in der Bücherei daher nie als Belastung oder Arbeit, sondern als eine hervorragende Möglichkeit, vielfältige neue Erfahrungen zu sammeln und somit meinen Horizont zu erweitern.

 

Thao Lyn Lê, 10D

 

 

 

 

 

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